• Herbstfest-2017

Herbstfest

Zünftige Wirtshausmusik ganz ohne Mikrophone und Verstärker erlebten die Gäste beim 3. Bairischen Herbstfest der Unabhängigen Wähler. Die Veranstalter hatten dazu neben den Pförringer Donautalern die Auer Buam aus Hemau eingeladen.
Bis 21 Uhr mussten die Gäste auf die Auer Buam warten, da die Musikanten zuvor schon einen anderen Auftritt zu absolvieren hatten. Doch dann nahm das Brüderpaar den Grimm-Saal im Sturm. Und schon nach wenigen Takten hatten Raphael mit seinem virtuosen Spiel auf der Steirischen und sein Bruder und Multitalent Nicholas die Sympathien der Volksmusikfreunde erobert. Lustige Gstanzl, freche Witze und musikalische Einlagen auf Suppenlöffeln, Gießkannen und aus Holzstöcken und stählernen Waageisen selbstgebauten Schlagzeugen wechselten in rasantem Tempo und ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Zu den Höhepunkten des Programms gehörte ihr Titel „I mog koa Madl“. Bei dem Volksmusikhit, mit dem die Oberpfälzer beim Alpen Grand Prix in Meran den ersten Platz nur knapp verpasst hatten, ging auch das Pförringer Publikum begeistert mit. Begleitet wurden der 25-jährige Software-Ingenieur, den seine Freunde kurz Raph nennen und der 22-jährige Landmaschinenmechaniker Nik von ihrer Texterin, Fahrerin und Mutter Gerda, die immer dann auf dem Akkordeon spielte, wenn die beiden grad keine Hand frei hatten wie beim gekonnten Schuhplattler.

Die Donautaler hatten mit ihrer unverwechselbaren Blasmusik nicht nur die Wartezeit verkürzt, sondern spielten auch nach dem Auftritt der Familie Auer nochmal schneidig auf. Darunter auch etliche Titel, die man von einer Blaskapelle in dieser Besetzung nicht erwartet, wie  „Paula“ von Haindling oder „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern. „Manchmal dauert’s ein Jahr, bis die vom Rottler Hans eigens arrangierten Stückl so klingen, wie wir’s uns vorstellen“, verriet Siegfried Tyroller. „So wie die Donautaler können wir nicht spielen“, staunte denn auch Gerda Auer anerkennend. Ganz spntan und ohne Proben gaben die Musikanten aus Hemau und Pförring ein gemeinsames Finale und wurden dafür vom Publikum mit großem Applaus gefeiert. „Das war Spitze“, freute sich Sigi Tyroller. Und Raphael Auer postete noch auf der Heimfahrt nach Hemau. „Euer Publikum ist der Wahnsinn!“

(Text und Bilder: Sebastian Kügel)

Herbstfest 2017
2017-10-30T10:42:18+00:00 7. November , 2017|Allgemein|